Hmmmm, endlich gibt es wieder Bärlauch!
Ich weiß noch, als ich klein war, bin ich im Frühling mit meinen Eltern zu meiner Tante auf’s Land gefahren, und wir sind alle zusammen in den Wald gegangen, um Bärlauch zu stechen. Naja, ich natürlich nicht so wirklich. Ich habe das vielmehr als willkommenen Anlass gesehen, mich ausgiebig von Kopf bis Fuß im Matsch zu wälzen, Blutsbrüderschaft mit Regenwürmern und Brombeerhecken zu schließen, sowie im wahrsten Sinne des Wortes zu erfahren, was sich in die Nesseln setzen ganz konkret schmerzhaftes bedeutet.
Heutzutage setze ich mich zwar immer noch ab und zu gekonnt in selbige, aber der Bärlauch interessiert mich weitaus mehr als damals. Im Matsch wälzen brauche ich mich dafür allerdings nicht mehr – mittlerweile gibt es die intensiv duftenden Blätter sogar im gut sortierten Supermarkt. Vom Wochenmarkt, oder gleich aus dem Garten, ist mir das Grünzeug allerdings am allerliebsten. Ein bisschen Dreck muss eben doch sein.
Ich habe ja schon bei den Olivenöl Ravioli gesagt, dass ich mich nur mit Brot und gutem Öl schon nahe an der Glückseligkeit befinde, aber Brot und Butter sind einfach auch eine Traumkombination. Die einfachsten Dinge sind doch oft die besten.
Deshalb kommt jetzt ein absolut unspektakuläres, aber trotzdem gaumenkitzelndes Rezept für meine Bärlauchbutter. Gutes Brot dazu versteht sich von selbst…
125g Butter
1 unbehandelte Limette
Salz
Eine gute Hand voll Bärlauch
Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Limettenschale abreiben, etwas Salz und ca 1 TL Limettensaft dazugeben. Mit einer Gabel gut mischen und verkneten. Zum Schluss den kleingeschnittenen Bärlauch unterrühren.
Statt Salz kann man aber auch zum Beispiel fein geriebenen Parmesan nehmen, etwas gehackte grüne Chilischote gibt bei Bedarf Schärfe.
Fertig!
Kann man in den Kühlschrank stellen.
Kann man aber auch lassen…


