DER LETZTE ROTZ

Ich HASSE das. Rotzschniefhustkrächzräusper…

Dieser Übergang von Sommer zu Herbst, man ist immer falsch gekleidet, schwitzt oder friert wahlweise wie verrückt, je nachdem welche und wieviele Zwiebelankleidelagen es an den Astralkörper geschafft haben; in der Sonne ist es zu warm, zieht nur ein Wölkchen auf, ist es sofort viel zu kalt.

Morgens bekomme ich von einer rotnasigen Fleischfachverkäuferin schniefend meine Fleischwurst eingepackt, an der Kasse trötet der Virenelefant hinter mir mit 1 Million Dezibel lautstark in mein Ohr, nachmittags im Café niest das eben noch niedlich grinsende Baby vom Nachbartisch zielsicher eine gelbe Rotzladung auf meine Untertasse, und abends im Kino hustet mein Sitznachbar seine Lunge stückchenweise in mein Popcorn.

Der Horror! Erkältungszeit. Niemand ist sicher.

Natürlich kann ich mich nicht den ganzen Winter über hermetisch in meiner Bude verriegeln, mein Geschirr mit Sagrotan desinfizieren und Dosenfutter essen. Lieber ertrage ich das Elend mit Würde – ich muss raus, muss mich der Herausforderung stellen, der Rotze trotzen.

Schade, dass solche heroischen Pläne allerdings selten auf Dauer in Tatsachen umzusetzen sind. Wie bei jeder gut durchdachten Kriegs – Belagerung, geben auch meine Abwehrkräfte irgendwann nach, und lassen sich schlussendlich von den verdammten Drecksviren überrennen. Halsweh, Rotzerei und Taschentuchberge neben dem Laptop. Grrrrr.

Bei all meinem ausgiebig zelebrierten Missmut, meldet sich jedoch ein Grundbedürfnis unaufhaltsam grollend in meiner Magengegend – Hunger!

Aber schnell muss es gehen, wärmen, die Laune heben…

KÜRBIS – APFEL – SUPPE 

Zutaten für 4 Portionen: Ein kleiner Hokkaido – Kürbis (o. 1/2) großer), 4 kleine säuerliche Äpfel (o. 1 bis 1 1/2 große), 1 Zwiebel, 1/2 – 1 rote Chilischote, ein  ca 5cm großes Stück Ingwer, Hühner – oder Gemüsebrühe, Noilly Prat, Currypulver, 50 g Pinienkerne, 1 El Mohn, 1 Becher griechischer Joghurt, Zucker, Salz, Pfeffer, Apfelessig

Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden, Igwer und Chilischote fein hacken, Kürbis und Äpfel waschen, halbieren, entkernen und in kleine Stücke schneiden.

In einem großen Topf neutrales Öl (z.B. Rapsöl) erhitzen, Zwiebeln, Chili und Ingwer, 1/2 TL Zucker, sowie 1/2 TL Curry hinzugeben, alles anbräunen. Dann den Kürbis und die Äpfel hinzugeben, mit einem guten Schuss Noilly Prat ablöschen (kann man auch weglassen), mit Brühe auffüllen, bis das Gemüse knapp bedeckt ist. Alles für ca 15 – 20 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit Pinienkerne mit Mohn in der Pfanne anrösten, beiseite stellen.

Ist das Gemüse weich, alles mit dem Mixstab gründlich pürieren, evtll. Brühe nachgießen, falls es zu dickflüssig ist. Mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Apfelessig (nach Belieben) abschmecken.

Die Suppe in einen tiefen Teller geben, mit einem großzügigen Klecks griechischen Joghurt garnieren, mit Pinienkernen und Mohn bestreuen, und gesund löffeln!

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Schnell, lecker, zum schwitzen scharf, und alles in sonnigem gute Laune Orange…

Ich hoffe natürlich ihr seid alle gesund. Falls euch allerdings auch ein wenig der Rotz quersitzen sollte, tragt es mit Fassung, und vor allem mit einem trotzigen Grinsen im Gesicht!

……………………………………………………………………………………………….hatschiiiiiiii

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Dieser Beitrag wurde am 3. Oktober 2013 um 20:42 veröffentlicht. Er wurde unter Essen, Suppe, Zorn abgelegt und ist mit , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

Ein Gedanke zu „DER LETZTE ROTZ

  1. Sibylle sagte am :

    Hmmmm! Freu mich schon auf die nächste Kürbissuppe. Apfel ist eine super Idee! Aber für uns Weicheier hier drüben wohl eher ohne Chili. :)

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